MannheimGibtGas
Keine Schließung der Gasnetze
Rundbrief 6.9.2025
Liebe interessierte Leser(innen)
Jetzt gehts los und bitte viele helfen mit !
Am Sa 18. und So 19. Oktober startet die Kerwe in Feudenheim. Wir informieren an unserem Informationsstand die Kerwe-Besucher mit einem Flugblatt und sammeln Unterschriften gegen das Verbot von Gasheizungen.
Ich habe uns bei den Organisatoren der Kerwe in Feudenheim angemeldet. Bitte meldet Euch, wenn Ihr die Aktion unterstützen wollt. Samstag und Sonntag ab 12 Uhr .
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Stuttgart 21 war ein Furz dagegen
Die Hauptstadt des grün regierten Bundeslandes Baden-Württemberg will 2035 klimaneutral sein. Und wenn es bei der aktuellen Rechtslage bleibt, wird bereits in zehn Monaten „der Einbau neuer reiner Gasheizungen nicht mehr möglich sein“, wie die Stadt in ihrem kommunalen Wärmeplan klarstellt.
Ab Mitte 2026 greift das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vom früheren Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), das in Großstädten für jede neue Heizung einen Öko-Energieanteil von 65 Prozent vorschreibt. Diesen Schwellenwert erreichen praktisch nur Wärmepumpen.
Gelingt es der neuen Koalition aus CDU und SPD nicht, das Gesetz rechtzeitig zu reformieren und die Frist zu kippen, ist die Ära der reinen Gasheizung vorbei.
https://www.welt.de/wirtschaft/article68bd811bfe1aa94fb1b01e8a/Das-Beispiel-Stuttgart-offenbart-das-grosse-Scheitern-der-Waermewende.html
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Stuttgart: Anwohner sind perplex: 46.000 Euro für Anschluss an Fernwärme
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.heizen-in-stuttgart-anwohner-sind-perplex-46000-euro-fuer-anschluss-an-die-fernwaerme-in-stuttgart.6674e701-7334-43bd-a6e2-d88ed185c836.html
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Der Offenbarungseid über die deutsche Stromversorgung
"Die Energiewende steht am Scheideweg". So beginnt Ministerin Katharina Reiche Ihre Analyse der deutschen Energiepolitik bei der Vorstellung des jährlichen Monitoring-Berichts zur Energiewende am 15.9.2025. Seit 15 Jahren, in denen die klimaschutzorientierte Energiewende von allen Bundesregierungen als alternativlos gefeiert wurde, wagt es Katharina Reiche, darauf hinzuweisen, dass die Energiewende sich nicht hinreichend um die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit gekümmert habe :"Verlässlichkeit, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit muss ins Zentrum gerückt werden." Und weiter: "Eine ehrliche Bestandsaufnahme ist unumgänglich."
Was hatten wir bis jetzt? Die Bürger in Deutschland wurden systematisch falsch über die Folgen der Energiewende informiert. Wie schrieben die ostdeutschen Betriebsräte (die IG-Chemie ebenso) kürzlich an den Kanzler: "die politischen Versprechungen eines grünen Wirtschaftswunders sind nur Schall und Rauch. Realität ist, das noch nie soviel gute Arbeitsplätze bedroht sind wie heute."
Nach der Aussage der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur braucht Deutschland 71 neue Gaskraftwerke, um die Schwankungen bei der Stromherstellung mit Wind-und Solarkraft, auszugleichen.. Dies verstehen wir voll und ganz. Wollen wir doch nicht nur dann Strom, wenn die Sonne scheint. Wenn "Erneuerbare "aber nur mit Hilfe von Gaskraft möglich scheint, ist uns jedoch nicht mehr zu vermitteln, warum wir unsere Gasheizung abschaffen sollen ?
Die Bundesnetzagentur beziffert den Bedarf an steuerbaren Gaskraftwerken, die einspringen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, auf 35,5 Gigawatt. Rein rechnerisch lässt sich die Versorgungssicherheit in Deutschland also nur garantieren, wenn Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre 71 Gaskraftwerke der großen 500-Megawattklasse errichten lässt. Gaskraftwerke dieser Größe kosten im Schnitt rund 600 bis 800 Millionen Euro pro Stück. Zu erwähnen wäre auch eine riesige Subvention für diese Kraftwerke für die Zeit, in der Wind und Sonne wieder ihre Arbeit verrichten.
Nach 100% erneuerbar hört sich das nicht an. Wind und Solarstrom funktioniert also nur, wenn große Mengen Gaskraft mitspielen. Das nennt man Hybrid-Energie. Das wollen wir auch. Dazu müssen aber unsere Gasnetze erhalten bleiben.
Obwohl Ministerin Reiche in dieser Frage lediglich die Anstrengungen ihres grünen Vorgängers Habeck weiterführt, wurde sie aus Kreisen von Klimaschutz-Gruppen und Grünen-Politikern scharf kritisiert.
Gegen Frau Reiche kündigten die Grünen „einen Herbst des Klimawiderstandes“ an.
Insbesondere Klimavereine, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Grüne glauben, dass sich die Flatterhaftigkeit der Wind- und Solarstromproduktion auch ohne steuerbare Gaskraftwerke ausgleichen lässt: Sie verweisen auf den boomenden Einsatz von Batteriespeichern. Allerdings sind Batteriespeicher nach zwei bis drei Stunden geleert und tragen zur Deckung des Strombedarfs während der oft wochenlangen winterlichen Dunkelflauten ohne Wind und Sonne nichts wesentliches bei. Sie sind keine Lösung, jedoch ein einträgliches Geschäft für Klimaprofiteure aller Art. Nicht verwertbaren Strom für Null Cent aufkaufen und nach einiger Zeit teuer an den Verbraucher weitergeben. Und dafür noch Subventionen kassieren. Deshalb ist die Bewerberliste für große Batteriespeicher unendlich.
Der einzige Langzeitspeicher ist Wasserstoff. Weil allerdings die Wasserstoffproduktion weltweit kaum zunimmt und unklar ist, ob die Mengen für den Betrieb der Kraftwerke beschafft werden können, lässt man langsam die Hoffnung auf ihn fallen. Er ist einfach zu teuer.
https://www.welt.de/wirtschaft/weltplus/article68b824cbc3994d046ae7be40/Ploetzlich-braucht-Deutschland-71-neue-Gaskraftwerke-in-nur-zehn-Jahren.html
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LNG-Erdgaskraftwerke produzieren mehr CO2 als Kohlekraftwerke
Die grüne Traumwelt ist geplatzt, übrig bleiben Milliardenkosten und ein Versorgungsrisiko, schreibt Heinz Steiner in report 24. Die fehlenden 35 000 MW Gaskraftwerkskapazität bedeuten übrigens 70 neue Gaskraftwerke. Sie müssen mit zusätzlichen LNG-Importen befeuert werden. Kommen die LNG aus Übersee, so ist der umgerechnete äquivalente CO2-Ausstoß der Kette Erdgasförderung-LNG-Verflüssigung-Transport-Verbrennung im Gaskraftwerk sogar größer als die CO2-Emissionen der stillzulegenden Kohlekraftwerke.(Howarth 2024)
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Handelsblatt: Deutschland manövriert sich in ein Gaspreis-Dilemma
Zwei Drittel des deutschen Gasverbrauchs bestreitet die Industrie. Ein Drittel die Gebäudeheizungen.
Die verkündete Abkehr vom Gas hat für Deutschland teure Nebenwirkungen. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung BCG, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Die Studie zeigt, dass 28 Prozent des aktuellen Gasbedarfs in der EU nicht durch Verträge gedeckt sind. Das bedeutet, dass Unternehmen dieses Gas kurzfristig am Markt beschaffen müssen – zum jeweils aktuellen Preis.
Die Gasspeicher sind ebenfalls nicht ausreichend gefüllt.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/studie-deutschland
Merz-Regierung: Berater empfehlen neue Gas-Strategie
Die Energieversorgung bleibt in Europa ein zentrales politisches wie wirtschaftliches Thema. Vor allem die Bedeutung von Erdgas führt weiterhin zu Diskussionen über Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Abhängigkeiten.
Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) bleibt die Abhängigkeit von kurzfristigen Erdgas-Einkäufen ein erhebliches Risiko für Industrie und Haushalte.
Deutschland und Europa stehen erneut vor einer Zäsur in der Energieversorgung. Zwar konnte die Gaskrise von 2022 dank günstiger Umstände und politischer Notfallmaßnahmen abgefedert werden, doch die grundlegenden Probleme bestehen weiter. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) bleibt die Abhängigkeit von kurzfristigen Erdgas-Einkäufen ein erhebliches Risiko für Industrie und Haushalte.
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Merkur: Neues EU-Gesetz erhöht Heizkosten deutlich – Studie zeigt, wo es besonders teuer wird
Um die Klimaziele zu erreichen, hat die Bundesregierung Anfang des Jahres beschlossen, den bisherigen nationalen Emissionshandel in Deutschland ab 2027 in ein europaweites System zu überführen. Seit 2021 zahlen Bürger in Deutschland bereits indirekt für CO₂-Emissionen, da Unternehmen beim Verkauf von Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel einen CO₂-Preis abführen. Derzeit beträgt dieser 55 Euro pro Tonne.
https://www.merkur.de/verbraucher/neues-eu-gesetz-erhoeht-heizkosten-deutlich-studie-zeigt-wo-es-besonders-teuer-wird-zr-93900543.html
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MannheimGibtGas informiert auf Sandhofer Kerwe
Der Info-Stand auf der Sandhofer Kerwe wurde an 2 Tagen mit großem Erfolg aufrecht erhalten. An beiden Tagen unterstützten bis zu 8 Personen die Diskussionen vor Ort. Schönes Wetter half ebenfalls. Das wichtigste Moment war die große Präsenz, die wir vermittelten.
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Januar 2026 beginnt der Wahlkampf in Baden-Württemberg
Da sollte dann jeder von uns mit anpacken. Denn so eine Gelegenheit, bei der Politiker uns zuhören, erlebt man selten. Erste Vorbereitungen habe ich schon veranlasst. Wir planen 2 Großveranstaltungen. Eine in Mannheim-Süd und eine weitere in Mannheim-Nord. Wir laden rechtzeitig die dortigen Kandidatinnen zu einer Diskussion ein. Wir werden zu 3 landespolitischen Themen auffordern.
Gasheizungsverbot ?
Grundsteuererhöhungen ?
Parken auf Gehwegen ?
In diesen 3 Themen steckt viel Landespolitik.
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Andreas Kostarellos
www.MannheimGibtGas.de
Tel 0157 3441 3691