Rundbrief 18.11.2025

 

 

Liebe interessierte Leser(innen)

 

Die Bundesregierung plant den Ausstieg aus fossilem Erdgas. Dazu liegt nun ein Referentenentwurf aus dem Wirtschaftsministerium vor.

Bis 2045 soll das Land klimaneutral werden – doch bis dahin ist der Weg noch lang. Eines der Hindernisse, mit denen sich Energieversorger konfrontiert sehen, betrifft die Gasnetze. Nach aktuellem Recht sind sie verpflichtet, Verbraucher mit Erdgas zu versorgen, wenn diese das wünschen. Die Stilllegung von Gasnetzen ist nur in sehr wenigen Ausnahmefällen möglich. Das passt aber nicht mehr zu den Klimazielen.

 Laut einem Referentenentwurf aus dem Wirtschaftsministerium soll es Stadtwerken und kommunalen Unternehmen grundsätzlich ermöglicht werden,

Gasnetze stillzulegen und Verbraucher vom Gas abzuschneiden

Damit kommt die Bundesregierung ihrer selbstgestrickten Verpflichtung nach, das EU-Gaspaket von 2024 in deutsches Recht umzusetzen.

Diese Pläne bilden dann die rechtliche Grundlage für eine Umwidmung (lehnen wir ganz ab) oder die Außerbetriebnahme der Netze. Die Pläne müssen erstellt werden, "sobald eine dauerhafte Verringerung der Erdgasnachfrage innerhalb der nächsten zehn Jahre [...] zu erwarten ist", heißt es im Entwurf. Die Pläne müssen durch eine zuständige Behörde genehmigt und in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

In diesen Plänen soll dann auch stehen, ob ein bestehendes Gasnetz auf andere, grüne Gase umgerüstet werden soll, oder ob das Netz außer Betrieb genommen wird. Alternativen zu Erdgas wären angeblich im Wesentlichen Wasserstoff oder Biomethan.

Dies glaubt wirklich niemand!

Eine Mehrheit der deutschen Stadtwerke geht davon aus, dass eine bezahlbare Wärmeversorgung für Verbraucher und Unternehmen nicht gesichert ist. Dies geht aus einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) hervor.

 Bis 2040 soll in Baden-Württemberg die Nutzung von Gas zum Heizen völlig verboten sein. Die Industrie 
verbraucht zwei Drittel, die Haushalte ein Drittel des Gases. Doch nur ein Mix aus Energieträgern gibt unserem Land Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit.
 Die Bürger sollten rechtzeitig ein Wort mitreden. Da es nicht überall Fernwärme geben 
wird (im Moment 7% deutschlandweit), bliebe nur noch das Heizen mit Strom. Da selbst ein schneller Ausbau der Fernwärme in 10 Jahren der Anteil auf 15% ansteigen ließe. Dies ist im Rahmen der Energiewende auch 
so für ganz Deutschland vorgesehen. 75% aller Heizungen werden jedoch noch mit Gas oder Öl betrieben. Eine Umstellung ist in dem Zeitrahmen nicht machbar. Mit ihren Verboten stürzen sie das Land ins Chaos.

Ebenso hat die Monopolkommission, die die Bundesregierung berät, gerade auf hohe Tarife für Fernwärme hingewiesen und betont, dass „lokale Monopolisten die Kosten nach oben treiben“. Es brauche deshalb Preisbegrenzungen.

Wir lehnen die Beschränkung der Heizungsart auf Fernwärme und Strom ab.

Stadtwerke und Regionalversorger in Deutschland müssen bis 2045 rund 535 Milliarden Euro in die Transformation zur Klimaneutralität investieren. Doch diese Summe können die Unternehmen größtenteils nicht selbst aufbringen. Das geht aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland für die staatliche Förderbank KfW hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.
 

Handelsblatt Klaus Stratmann 11.11.2025 https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-regionalversorgern-und-stadtwerken-fehlen-346-milliarden-euro/100171343.html

 

 

Stadtwerke dürfen ohne Erlaubnis der Verbraucher handeln

Deshalb sollen Energieversorger und Stadtwerke erstmals auch das Recht bekommen, Verbraucher vom Gasnetz zu trennen, wenn sie keine weitere Verwendung für das Netz sehen. Dies soll ausdrücklich "ohne Zustimmung des betroffenen Letztverbrauchers" möglich werden. Das bedeutet, der Energieversorger kann über den Kopf des Verbrauchers hinweg eine Entscheidung treffen. Bei der Erstellung der Netzpläne soll die Öffentlichkeit im Netzgebiet beteiligt werden. Die Verbraucher müssen lange im Voraus – mehrmals – über die Stilllegung und mögliche Trennung vom Gasnetz informiert werden:

  • Das erste Mal muss die Information zehn Jahre vor dem geplanten Termin schriftlich an die Verbraucher gehen.
  • Das zweite Mal fünf Jahre vor dem festgesetzten Termin,
  • und dann wieder zwei Jahre, sechs Monate und zwei Wochen vor dem geplanten Termin.

 

Der Entwurf dürfte in der Branche der Klimaprofiteure positiv ankommen. Denn damit bekämen betroffene Energiebranchen die lang ersehnte Planungssicherheit für Ihre Gewinne und könnten das Tempo der Transformation selbst bestimmen. Bis über das Gesetz final abgestimmt ist, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen: Nach der internen Abstimmung geht das Gesetz erst noch ins Kabinett, danach muss es im Bundestag beschlossen werden. Bis spätestens August 2026 muss das Gesetz aber beschlossen sein. 

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Stromversorgung nicht gewährleistet 

 Laut Bundesrechnungshof ist die Versorgungssicherheit mit Strom schon seit 2 Jahren nicht mehr gewährleistet. Wie wir im Sommer in Spanien und Portugal einen Zusammenbruch der Stromnetze durch Überproduktion erlebten, so droht bei uns im Winter ein Blackout, weil Wind-Und Stromproduktion für Wochen komplett ausfallen können. Das hat man den Menschen nicht erzählt, dass an 130 Tagen kein Wind weht. Die letzten Winter haben wir nur mit Hilfe 20 großer Kraftwerke aus dem Ausland überstanden. Die Bundesnetzagentur gibt nun endlich das Fehlen von bis zu 70 Gaskraftwerken zu.

Diese Woche kam nun die EU-Zustimmung für 12 Gaskraftwerke und deren sehr hohe staatliche Förderung. Der Bau dürfte 5 bis 8 Jahre dauern. Der Ausbau der Erneuerbaren müßte so lange gestoppt werden. Dass in 10 Jahren der Strom für das Heizen von 30 Millionen Wohnungen und eventuell E-Autos und Rechenzentren vorhanden sein soll, ist dreiste Irreführung der Bürger.

 

 

 

Klimapolitik ist eine Aufgabe für dieses Jahrhundert und nicht für die nächsten 20 Jahre

 

William Nordhaus hat mit seiner Arbeit die Grundlagen für eine nachhaltige Klimapolitik gelegt.

 

https://wirtschaftsmacher.com/william-nordhaus-pionier-der-klimaoekonomie/

 

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Diskussion geht in Mannheim weiter


Die Mannheimer Abendakademie und der Mannheimer Morgen ließ am Donnerstag, 6.11.2025 über das Verbot der Gasheizungen diskutieren. Wolfgang Schuy vom Vorstand des Mannheimer Umweltforum  und Luis Elsen von Fridays for Future Mannheim, Umweltbürgermeisterin Pretzell und Energieberaterin Amany von Oehsen gaben Ratschläge. Wir waren nicht eingeladen.

Ein Beitrag von Frau Amany von Oehsen, Energieberaterin und Vertreterin des BUND war interessant: "Von Oehsen zeigte sich skeptisch, ob die Zeitziele realistisch sind: „Wir brauchen mehr Ehrlichkeit“, forderte sie und warnte zugleich vor finanziellen Hürden: „Viele können sich die Dämmung nicht leisten, wenn sie gleichzeitig in eine neue Heizung investieren müssen."



 

Wir verteilten vor der Abendakademie ein Flugblatt.

 



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Januar 2026 beginnt der Wahlkampf in Baden-Württemberg


 

Erste Vorbereitungen habe ich schon veranlasst. Wir planen 2 Großveranstaltungen. Eine in Mannheim-Süd und eine

weitere in Mannheim-Nord.  Wir werden zu 3 landespolitischen Themen auffordern.

 



Gasheizungsverbot ?
Grundsteuererhöhungen ?
Parken auf Gehwegen ?

In diesen 3 Themen steckt viel Landespolitik.
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Andreas Kostarellos

www.MannheimGibtGas.de


Tel 0157 3441 3691

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